Tautes Heim

geschrieben von Sabine



Auf Hiddensee haben wir in einem “Taut.Haus” gewohnt und ich war von der Bauweise und Schlichtheit des Interiors begeistert. Seitdem liebe ich den tautschen Architektur-Stil. In Berlin-Britz kann wer mag in der Hufeisen.Siedlung leben und/ oder das UNESCO-Weltkulturerbe auf einer Rundtour bewundern.  Nun kann dort auch übernachtet werden. Touristen, Feriengäste, nahe oder entfernte Verwandtschaft; mann und frau selbst können sich in TAUTES HEIM einmieten. Ich würde das sofort machen, Einladungen nehme ich gerne an!

“”Licht, Luft und Sonne” war das Motto der Architektur- und Gartenreformer der 1920er Jahre. Die neue Losung war die städtebauliche Antwort auf die Enge der Arbeiterquartiere der Jahrhundertwende. Nur selten wurde das neue Leitbild so konsequent umgesetzt wie in der Großsiedlung Britz, wo die Straßen von regelmäßig gepflanzten Bäumen gesäumt sind und die Häuser alle über eigenen Garten plus Terrasse verfügen. Im südlichen, moderneren Teil der Siedlung aus der U-Bahn steigend, fällt der Blick schnell auf das markant aus der Zeile hervorschauende Taute Heim. Mit der klaren Formensprache und ihrer weißen Grundfarbe stehen die Eckbauten der Gielower Straße dem “International Style” um 1930 sichtbar nahe. Der klassisch moderne Bau liegt leicht erhöht inmitten eines originalgetreu wieder hergestellten 200 qm großen Gartens mit mehreren Obstbäumen, Fliederbüschen und umlaufender Wildrosenhecke. Hier können Besucher es sich auf der Terrasse gemütlich machen, in der Hängematte die Seele baumeln lassen, Obst, Blüten und Garten geniessen und gedanklich den nächsten Ausflug vorbereiten. Und auch im Inneren des Hauses findet sich reichlich Gelegenheit, Ihren Berlin-Aufenthalt entspannt mit vertiefenden Einblicken in ein Stück Architekturgeschichte zu verbinden.”